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    Guiri ist der liebevoll abfĂ€llige Ausdruck der Spanier fĂŒr Touristen aus dem Norden.
    -tanos kommt von Gitanos, dem Volk der Roma.   » Mehr

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  • Juhuuu…

    Von Manolo | 22.Januar 2016

    Hab mein Passwort wieder!!!!

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    Guiritanos gibt es doch gar nicht mehr !

    Von Miguel de los Santos | 16.Januar 2016

    Immer wieder wird in der öffentlichen Diskussion die Frage gestellt, ob es diese Guiritanos ĂŒberhaupt gibt…Die Antwort ist: NatĂŒrlich gibt es Guiritanos aber sie machen eben halt mal eine Pause..

    Zur Zeit im Standby Modus…

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    Change - Blasi Okupenko taucht wieder auf…

    Von Manolo | 13.August 2014

    neulich in den Weiten des Internets…:

    Von Botho Strauß

    Magic Afternoon“, das erste StĂŒck Wolfgang Bauers, das ihn auf dem Theater bekanntgemacht hat, benutzte eine ziemlich ruhige, phlegmatische Dramaturgie. Es war spannend, weil alle Ă€ußere Handlung in ein lockeres Spiel von Stimmungen, Affekten, Launen ĂŒberfĂŒhrt wurde, die vier jĂŒngere Leute produzierten. Die Langeweile hatte da ihre Zeit, und das inhalierte Haschisch weitete diese Zeit nach innen aus, und die Wirkung des Haschischs auf die Personen entsprach der Stimmung des StĂŒcks, das einfach keine Lust hatte, mĂŒhsam ĂŒber einen Handlungsverlauf hinwegzukommen. Das Ende, ein Mord, erfolgte leider ziemlich abrupt und melodramatisch anstatt ĂŒberhaupt nicht, denn hier wurden doch die Voraussetzungen fĂŒr ein gutes Vier- oder Sechs-Stunden-Theater, das, von den richtigen Leuten, auch in Deutschland nun einmal ausprobiert werden sollte, zumindest angedeutet. „Change“ dauert so um die zweieinhalb Stunden, ist ausgefĂŒllt mit einer umfĂ€nglichen Geschichte, die aber im Grunde eine, anekdotische Struktur besitzt; (wie in Bauers frĂŒhen „Mikro-Dramen“), und so kommt es, daß neun Bilder ein bißchen viel Aufwand, schaffen und die wirklich spannenden Momente nur vereinzelt vorkommen, bei so viel HandlungsfĂŒhrung.

    „Magic Afternoon“ und „Change“ sind eigentlich KĂŒnstlerdramen wie „Tasso“ oder „Michael Kramer“, und zwar treten in beiden StĂŒcken Personen hervor, die die Ă€sthetische und stilistische Haltung der StĂŒcke selbst als ihr kĂŒnstlerisches Problem beziehungsweise Talent. ausgeben. Der schreibende Joe in „Magic Afternoon“ möchte, wenn ĂŒberhaupt noch, „ganz was Lockeres“ machen, „so wie wir jetzt reden… so was vielleicht, das ist angenehm…“ und Blast Okopenko, der als Maler dilettierende. Schlosser aus St. Pölten, malt auf seinen Naturansichten „jede Haselstaudn wie a Foto“: Aber diese AnnĂ€herung von Kunst und Natur, von protrĂ€tierten und biographisch wirklichen Leuten, die in Bauers StĂŒcken vorkommen und die es in Wiener oder Grazer KĂŒnstlercliquen auch tatsĂ€chlich gibt oder gegeben hat, die scheinbar kopierende Wirklichkeitsdarstellung hat ganz andere Motive als der alte literarische Naturalismus, der etwa die Erfahrung nicht machte, wie man die Ă€ußeren realistischen Erscheinungen und Lebensformen selbst bereits als KunstvorgĂ€nge rezipieren kann. Je exakter die natĂŒrlichen VorgĂ€nge auf der BĂŒhne in Bauers StĂŒcken nachgebildet werden, um so deutlicher klĂ€ren sie die Illusion, die ĂŒber ihre NatĂŒrlichkeit verhĂ€ngt ist. Schon wenn man die Personen reden hört, hat man ja den Eindruck, daß diesem Wiener Dialekt eine durch und durch narzißtische, sich selbst fortwĂ€hrend nachhörende Sprechhaltung zugrunde liegen muß. Diese stets als manipuliert erfahrene RealitĂ€t konkretisiert sich in der Geschichte von „Change“.

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    Der Fery Kaltenböck, ein junger Maler von labilem, erschöpftem Talent, versucht sich nun einmal als Concept-Artist: Blan, der Naturbursche aus der Steiermark, fĂ€llt ihm in die HĂ€nde wie ein besonders bildbares Material, „der is fĂŒr mich wie eine Leinwand“; und nicht etwa dessen Werke nur, den ganzen Kerl mit seiner Horex Regina, seinem „Birken-von-St.-Pölten“-Tick und seine gesamte Karriere bis zum Selbstmord möchte der Fery zum Kunstwerk erklĂ€rt wessen, untertitelt: Blasi Openko, eine Manipulation von Fery Kaltenböck. Doch das Kunstwerk, erst im Werden begriffen, gönnt sich sehr bald schon ein unplanmĂ€ĂŸiges Eigenleben, spannt dem Fery die Freundin aus, wechselt, als die ein Kind von ihm erwartet; zu ihrer Mutter ĂŒber, heiratet diese, nachdem ihr kranker Mann angesichts einer Kopulation zwischen beiden vom Schlag getroffen tot umfĂ€llt. Das alles bringt den Pygmalion, den Fery am ehesten aus der Fassung, beim feierlichen Hochzeitsschmaus legt er sich mit seinem Objekt im Faustkampf an, rĂŒckt gar den herbeigerufenen Polizisten mit dem Messer zu Leibe, wird angeschossen und ins Krankenhaus transportiert. Dort brechen des Nachts Blasi und Guggi in besoffener Verfassung ein, um ihn herauszuholen; doch als seine ehemalige Freundin geil und bösartig auf ihm herumreitet, ĂŒberfĂ€llt den Fery die Wut, und er prĂŒgelt ihr Blasis Kind aus dem Leib. Gleich anschließend gibt es dann eine Party bei Okopenkos, zu der sich alle wieder zusammenfinden und, unter Blasis Leitung, Change-Tanzspiele auffĂŒhren; „gechanged“ werden aber nicht nur Kleider, sondern auch die Personen, jeder spielt einen anderen, Blasi, der das ganze GeschĂ€ft lĂ€ngst durchschaut hat, den Fery und Fery den Blasi. Das nun hĂ€lt der Fery aber nicht lange aus, er lĂ€uft aufs Klo und erhĂ€ngt sich. Blasi kneift seiner schnarchenden Frau die Nase zu. Vorhang.

    Ende eines Melodrams, eines raffinierten psychologischen Reißers? Das ist eine uninteressante Frage. NatĂŒrlich kann man sagen: Die Geschichte arbeitet mit sehr derben Effekten, das Thema Manipulation hat einen sehr moralischen Beigeschmack, die Darstellung von Kunsthandel und Rezensierbetrieb ist sehr satirisch: ja, das ist ĂŒberhaupt ein StĂŒck Problemfilm-Literatur. Aber eben die kann wie Kompost fruchtbar. sein fĂŒr die Arbeit der Schauspieler, der Regie, die die Literatur restlos verwandeln muß in Darstellungsweise, die Ă€ußere Handlung verlĂ€ngern muß ins Nervensystem der Spielenden. Der QualitĂ€t der AuffĂŒhrung bleibt es allein ĂŒberlassen, die literarischen Kategorien von gut und schlecht, alt und neu zu vertreiben.

    Die schauspielerische AusdrucksfĂ€higkeit als eine den Dialogen des StĂŒcks ĂŒbergeordnete Sprache: dafĂŒr gab es in der Wiener UrauffĂŒhrung am Volkstheater, einer leidlich genauen, in den letzten Bildern etwas zerfahren, gar nicht „locker“ wirkenden Arbeit von Bernd Fischerauer, ein sehr gutes Beispiel, nĂ€mlich den Schauspieler Herwig Seeböck, Darsteller des Blasi Okopenko. Das ist eine – von Statur – kraftvolle, massive Erscheinung, mit dunklem, vollem Bart, einer, der seinen Körper auf der BĂŒhne sparsam bewegt, mit Ruhe und entspannt, oder ihn, wenn nötig, mit angsteinflĂ¶ĂŸender, kompakter Gewalt, schrecklich ausgelassen, ins Zeug wirft. Dieser Schauspieler bleibt (und nicht nur in dem Sinn, wie es die Rolle verlangt) stets fĂŒr den Betrachter ein Fremdling, ein Unikum, ein ganz in sich abgeschlossenes Wesen, so wie es nur selten geschieht, wenn Schauspieler sich alles untersagen, was sie bloß vor Zuschauenden tun, und unbeirrt um den gĂŒltigsten Ausdruck fĂŒr sich selbst, fĂŒr die Beziehung zu ihrer Rolle bemĂŒht sind. Dieser Ausdruck ist dann, in den besten FĂ€llen, so genau, daß er WidersprĂŒche, Ambivalenzen sichtbar macht: Dieser Blasi gibt sich roh, stur, urig laut, aber doch spĂŒrt man, wie empfindlich und wach er kontrolliert, was mit ihm vorgeht; er lĂ€ĂŸt sich nicht im geringsten anmerken, daß er den ganzen Manipulationsschwindel lĂ€ngst nach seinem eigenen Gefallen, seinen eigenen Zielvorstellungen mitspielt; andererseits ist er unerschĂŒtterlich von der QualitĂ€t seiner Bilder ĂŒberzeugt: Mit stillem, ernstem Stolz klappt er seine Bildermappe vor dem schwulen KunsthĂ€ndler Antoine auf, der nur rasch ein Bild kauft, um den Blasi in sein Bett zu kriegen; aber das ist ein spannender Moment, wenn man den liebevollen Blick bemerkt, mit dem Blasi sein eigenes Bild ansieht und einschĂ€tzt, wie es auf den anderen wohl wirken muß, und dann die Verachtung, ungeheure Wut, die er bei dessen ironisch verlegenen Komplimenten empfindet und die ihn dazu bringen, die „Qualle“ mit einem abgeschlagenen Glas zu maltrĂ€tieren. Das sind die wichtigsten Stellen in Bauers StĂŒck: brutale, terroristische Reaktion auf Mißachtungen, Verletzungen von SensibilitĂ€t, haargenaue Psychogramme von Momenten, Mikropsychologie, keine Seelenkunde.

    Neben dem Schauspieler Herwig Seebock lohnte es sich immerhin aufmerksam zu beobachten: Bernd Spitzer als frustrierten, etwas ungeschickt lĂ€ssig sich gebenden Fery; Herbert Propst, den fetten, perversen KunsthĂ€ndler; Ilse Hanel als Frau Sedlacek, die glĂŒcklich verjĂŒngt dem Blasi in die Arme fĂ€llt, aber sehr bald bitter allein gelassen wird; und die ein wenig affektiert verdrossene Elisabeth Masek als Guggi, Blasis Freundin.

    Eine zweite Inszenierung aber, die deutsche ErstauffĂŒhrung von „Change“ im Hannoverschen Landestheater, einer ausgesprochenen DiasporastĂ€tte österreichischer Schauspielkunst, legte vor allem das platte Melodrama frei. Soweit gar, daß man im Schlußbild Ferys Leiche an der KlotĂŒr baumeln sieht. Der Fehler dabei war, daß die trivialen schauerdramatischen ZĂŒge von Bauers StĂŒck niemand zu irgend etwas animierten, sondern daß sie wie selbstverstĂ€ndlich in die logische Dramaturgie eines guten, eines gut gemachten StĂŒckes eingefĂŒhrt wurden. Mit den Kitscheffekten jedoch hĂ€ngt zusammen eine irrationale Logik der Verhaltensweisen, eine Sensibilisierung der Darstellung zu Augenblicken von undurchschaubaren BeweggrĂŒnden: daß Fery sich erhĂ€ngt, wird in dieser AuffĂŒhrung nur deshalb zur ĂŒblen Groschenromanpointe, weil er in der vorangegangenen Szene von dem Changespiel nicht so hart terrorisiert wurde, daß er die Nerven verlor und fĂŒr jedermann klar wurde, daß er am Ende ist und sich erhĂ€ngen muß. Die Kurzschlußhandlungen des Melodramas sind Entscheidungen der verlorenen Nerven und nicht der klassischen Psychologie. Da man daran nicht dachte, waren auch die Schauspieler nicht so aufregend zu beobachten wie in Wien. Ein paar gelassen brutale Sachen von Peter Parak, dem Blasi, ein kleines rĂŒhrendes Sonderdrama, das Christine Prober sich fĂŒr ihre weiche Guggi ausgearbeitet hatte, und dazwischen einen Fery (Wolfgang Kraßnitzer), der in seiner schlichten und gesunden Art zum Manipulieren wirklich nicht taugte. Der Regisseur Horst Zankel und sein Autor, dem die Wiener Kritiker fĂŒr „Change“ kĂŒrzlich Hymnen schrieben, sahen sich nach der Hannoverschen Premiere energischen Buhrufen ausgesetzt. Damit sie lernen, mit wem sie es zu tun haben, wird Wolfgang Bauer den Hannoveranern am nĂ€chsten Sonntagvormittag seine ganz besonders „schlechten Gedichte“ vortragen.

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    ..is ja ein Ding!

    Von Manolo | 5.August 2014

    https://www.youtube.com/watch?v=BJY2vcIall4#t=28

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    Schlimme BefĂŒrchtungen der Organisation “Guiritanos-Serrano-Watch” bestĂ€tigen sich

    Von Manolo | 30.Juli 2014

    Wie Vertreter von “Guiritanos-Serrano-Watch” immer wieder beklagen, stammen 80% der sogenannten “Serrano-Schinken” vermutlich aus dem MĂŒnsterland und nicht aus Spanien. Mehrere ZĂ€hlungen der SchweinebstĂ€nde auf der iberischen Halbinsel im Vergleich zu den von Discountern Verkauften Mengen an Schinkenpaketen bestĂ€tigten die Annahme der Skeptiker und verstĂ€rkten die Vermutung, dass die europaweit im Discount erhĂ€ltlichen spanischen Schinken im MĂŒnsterland eingekauft, mit 40-Tonner Diesel-Fahrzeugen nach Andalusien verbracht und nach Reifung in Salzbergen in feinste Streifen geschnitten in Deutschlan als “Serrano” verkauft wird.

    Amputationen schon lange vermutet

    MĂŒnsterlandkenner berichteten derweil ĂŒber die das Bild prĂ€genden “dreibeinigen Schweine”, die ĂŒber die Höfe hoppeln. Ebenfalls wurden die “Dreibeiner” im ostwestfĂ€lischen Pömbsen gesichtet. Berichtet wird dort auchÂ ĂŒber erregte Diskussionen an den Stammtischen zahlreicher Landgasthöfe, Thema sind die “Dreibeiner” auch auf Jahreshauptversammlungen von zahlreichen SchĂŒtzenvereinen. Eine Sektion der Landjugend OWL soll bereits eine Protestresolution vorbereitet haben, in der “die Beibehaltung herkömmlicher Schweinezucht” und die “radikale Ablehnung der Profitmaximierung durch Amputation” gefordert wird. Letzter Mozaikstein der Schreckensvision ist die Meldung der Sichtung eines “Dreibeiners” auf einer Wiese in Gelsenkirchen Resse.

    Interessanterweise ist parallel krankenkassenseitig ein Anstieg der Inanspruchnahme von SpezialrollstĂŒhlen fĂŒr Schweine zu beobachten, was natĂŒrlich die stĂ€ndige Kostenexplosion im Gesundheitswesen  erklĂ€rlich macht und den schlimmen Vermutungen von Massenamputationen und deren sozialgesellschaftlichen Folgen das Wort redet. Bisher lag auf der AffĂ€re ein Mantel des Schweigens, schlimmste BefĂŒrchtungen scheinen sich jedoch durch die Recherche der “Wahrheit” (TAZ) zu bestĂ€tigen.

    Die Wahrheit

    Hinkend, aber glĂŒcklich

    Mit Amputationsschinken soll Fleischverzehr auch fĂŒr Veganer ethisch unbedenklich werden, doch in der Szene ist der Trend umstritten.

    Schinken-OP: Medizinische Hilfe oder trojanisches Pferd der Fleischlobby? Bild: reuters

    „Schinken essen heißt Leben retten“ steht auf dem Transparent im traditionsreichen Göttinger Naturkostladen Ranunkel. Vor der neu aufgestellten Fleischtheke drĂ€ngen sich Veganer und Vegetarier und schlagen ihre ZĂ€hne in gerade erstandene Haxen, die aber nicht etwa aus pflanzlichen Zutaten nachgebaut wurden, sondern aus echtem Fleisch bestehen: VeterinĂ€rmedizinisch indizierter Amputationsschinken ist ein neuer Trend fĂŒr tierethisch bewusste Genießer.

     

     

     

    Noch nie war die Nachfrage nach Fleisch so groß wie heute, und noch nie waren die Masttechniken so ausgeklĂŒgelt. Das Schwein, das friedlich im Schlamm steht und Kartoffelschalen frisst, ist lĂ€ngst Geschichte. Auf dem MenĂŒplan von Nutztieren steht heute vor allem Glucose-Fructose-Sirup. Doch die flĂŒssige Kalorienbombe hat Nachteile. Der Zucker, der im konzentrierten Maissirup nicht mehr an Ballaststoffe gebunden ist und in Form von Fructose insulinunabhĂ€ngig verstoffwechselt wird, fĂŒhrt zwar zu einer schnellen Gewichtszunahme bei den Masttieren, fördert aber massiv Diabetes vom Typ 2. Die schmerzleitenden Nervenfasern in den Beinen der erkrankten Tiere werden geschĂ€digt, und es kommt vor, dass ihre FĂŒĂŸe zwischen den Stangen im KĂ€figboden zu faulen beginnen. Eine junge Frau hat beschlossen, das Problem bei den Hufen zu packen – und dabei den unwahrscheinlichsten Foodtrend seit der MolekularkĂŒche ausgelöst.

    Gesa SchĂ€fer ist 34, hat Tiermedizin in MĂŒnchen und Beirut studiert und lebt seit vielen Jahren vegan. Sie verzichtet also auf alle Produkte, fĂŒr deren Herstellung Tiere zu Schaden kommen. Bisher nahm sie natĂŒrlich auch kein Fleisch zu sich. Bis sie von den unhaltbaren ZustĂ€nden in der Schweinemast erfuhr. Seither klappert die Medizinerin mit einem mobilen Operationszelt aus BundeswehrbestĂ€nden und einem KĂŒhltransporter die agrarindustriellen Zentren der deutschen Provinz nach Patienten ab.

    „Wenn das Tier verendet und unverzehrt in der Kadaversammelstelle landet, fĂ€llt die Klimabilanz noch desaströser aus“, erklĂ€rt die Fachfrau ihren Sinneswandel. „Jedes Tier, das amputiert ĂŒberlebt, ist fĂŒr uns ein Etappensieg. Mit dem Geld, das ich an den Schinken verdiene, kann ich weitere saubere Operationen gewĂ€hrleisten. Entsprechend ist der Verzehr von Amputationsfleisch gelebte SolidaritĂ€t mit der geschundenen Kreatur.

    „Nur ĂŒber meine Leiche“

    Das Amputieren selbst ist routinierte Akkordarbeit, rund 8 Euro bekommt Gesa SchĂ€fer fĂŒr das verkaufte Kilo Biotier, bei strikt konventionell gehaltenen Schweinen sind es immerhin noch 3 Euro. An den Operationen selbst verdient sie nicht viel, behauptet sie.

    Der wahre Batzen liege im Verkauf. Die Fleischveredler, zu denen die amputierten Schinken meist weiterverfrachtet werden, wiederum freuen sich ĂŒber die lupenreine Argumentation, die erstmals auch eingefleischten Veganern ihre Produkte schmackhaft macht.

    „Oftmals ist bei den erkrankten Tieren zwar nur der Vorfuß betroffen, wir amputieren dann aber meist vorsorglich den ganzen Lauf. Außerdem ist die Nuss am leckersten“, erklĂ€rt SchĂ€fer, die deutschlandweit als KoryphĂ€e fĂŒr diabetesbedingte Amputationen bei Haus- und Nutztieren gilt. Die pragmatische Idealistin weiß aber auch um die wirtschaftlichen Vorteile, die frĂŒhzeitige Amputationen bei zarten Jungtieren mit sich bringen. Der Markt fĂŒr tierfreundliche und vegane Lebensmittel boomt nicht nur in Hamburg und Berlin, in allen europĂ€ischen GroßstĂ€dten ist die Ware heiß begehrt – veganes Fleisch ist eben eine echte Alternative zu Tofu und Quorn.

    „Nachdem es in jedem Supermarkt vegane Produkte gibt, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Fleischlobby ein HintertĂŒrchen zu dieser Konsumentengruppe sucht“, kritisiert Expertin Wiebke Pohlmann, die SchĂ€fer ironisch als „heilige Johanna der Schlachthöfe“ und hinter vorgehaltener Hand als „nĂŒtzliche Idiotin der Schweinebarone“ bezeichnet. Im Gegenzug hat SchĂ€fer die vegane Foodbloggerin als „Mörderin“ beschimpft und wegen unterlassener Hilfeleistung am Schwein angezeigt. Angewidert betrachtet Wiebke Pohlmann den Oldenburger Saftschinken, der laut Etikett „tierethisch unbedenklich“ und damit „vegan“ sein soll. „Nur ĂŒber meine Leiche“, zischt sie und ĂŒbergibt sich. Vegan sei kein geschĂŒtzter Begriff, argumentiert SchĂ€fer dagegen. Da mit dem „GlĂŒcksschinken“ Tierleben immerhin vorĂŒbergehend gerettet wĂŒrden, hat die selbst ernannte SchweineflĂŒsterin kein Problem damit, das Fleisch als „veganes Produkt“ zu verkaufen.

    Im Ranunkel sieht man das ganz Ă€hnlich und will seinerseits in die vegane Schinkenstraße zum Erfolg einbiegen. Gerade hat Besitzer Bernd Bollinger ein ganzes Kollektiv erfahrener osteuropĂ€ischer VeterinĂ€rchirurgen verdingt, die Amputationen am Fließband zu einem Viertel des Preises durchfĂŒhren. Die Vermarktung soll ein Discounter ĂŒbernehmen.

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    Cannelloni mal anders….

    Von Manolo | 28.Juli 2014

    http://www.youtube.com/watch?v=_o8So4RjvEY

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    un chiste mas:

    Von Manolo | 11.Dezember 2013

    En el restaurant — Este pello es mĂĄs duro que un zapato ÂżDe donde ha salido?
    – QuizĂĄs de un huevo duro.

    Im Restaurant — Dieses BrathĂ€hnchen ist hĂ€rter als ein Schuh. Woher kommt er denn ?
    Vielleicht aus einem Hartgekochten Ei.

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    chiste

    Von Manolo | 11.Dezember 2013

    Wie heißt ein Spanier ohne Auto?

    Carlos.

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    Pause

    Von Manolo | 11.Dezember 2013

    Mir ist jetzt das Passwort wieder eingefallen!

    Es kann also wieder losgehen!

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    Oh wie schön ist PANAMA

    Von Miguel de los Santos | 10.November 2013

    Die schönste Insel der Welt ist allerdings Mallorca !!!

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